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Bericht Ironman 70.3

Die für den VfL Kommern bzw. Mechernicher SC startenden Zülpicher Eheleute Claus-Peter und Evelyne Hiesel nahmen nach 2015 dieses Jahr zum zweiten Mal beim Ironman 70.3 in Remich, Luxembourg, teil. Mit insgesamt mehr als 2000 Startern zählt er zu den bedeutendsten Triathlon-Wettbewerben in der Region, kommen doch die Teilnehmer aus allen angrenzenden Ländern, um sich zu messen.

Bei der Wettkampfstrecke über die halbe Ironman-Distanz galt es zunächst 1.9 km in der Mosel zu schwimmen. Danach führte die 90 km lange Radstrecke anfangs flach am Moselufer entlang, bevor es über die angrenzenden Weinberge ging. Der abschließende Halbmarathon an der Uferpromenade in Remich ging über vier Runden und war zur Freude der Starter von tausenden begeisterten Zuschauern gesäumt.

Evelyne Hiesel gelang erneut der Sprung auf´s Podium. Nach anfänglichen Schwierigkeiten beim Schwimmen konnte sie beim anschließenden Radfahren und Laufen trotz brütender Hitze mehrere Plätze gut machen und belegte mit einer Endzeit von 5:23:00 h den dritten Platz in der Altersklasse W50. Lediglich der Deutschen Anja Breitfeld und der Ungarin Durdica Orepic musste sie den Vortritt lassen. Damit sicherte sich Evelyne die Qualifikation zur Amateur-Weltmeisterschaft, die diesen Herbst in Chattanooga (USA, Tennessee) ausgetragen wird. Ehemann Claus-Peter finishte in einer Gesamtzeit von 4:45:15 h und sicherte sich Platz 11 in seiner AK M50. Er zeigte sich wegen seiner Platzierung zunächst enttäuscht. Lag er nach hervorragender Schwimm- und Radzeit ebenfalls mit Blick auf einen Podiumsplatz gut im Rennen.  Zum Ende hin fehlte ihm jedoch die Tempohärte, und er musste einige Mitstreiter auf den letzten Laufkilometern ziehen lassen. Bei der abendlichen Siegerehrung war ihm das Glück jedoch hold und er kam über das Nachrückverfahren ebenfalls zu einer Startberechtigung für die WM.

Letztlich wollen die beiden aber vom WM-Startplatz keinen Gebrauch machen. Zwar hätten sie ihr Ziel, zusammen als Ehepaar bei einer WM starten zu dürfen, erreicht, doch meinten die beiden zu ihrer Absage: „Quali geschafft. Das reicht. Aber jetzt fehlt der letzte Kick und Startgebühren, Reisekosten und der erhebliche organisatorische Aufwand dürfen nicht unterschätzt werden. Leider zählt Triathlon immer noch zu den Randsportarten und Sponsoren bleiben in der Regel aus“.