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Mittelrheinliga - VfL Mädels erkämpfen 2:2 gegen Tabellenführer Aachen

Am gestrigen Samstag gelang unseren Mädels der - neben der Qualifikation für die westdeutsche Futsalmeisterschaft - wohl bislang größte Erfolg. Gegen den unangefochtenen Tabellenführer Alemannia Aachen, die bislang erst drei Treffer kassiert hatten, gelangen unseren Mädels zwei Tore, die zu einem letztlich verdienten Unentschieden reichten.

Unbändiger Einsatzwille, bewundernswerter Teamgeist und das nötige Quäntchen Glück beim Freistoß in der Schlusssekunde machten diesen Erfolg erst möglich und es war alles in allem gesehen daher auch nicht einmal unverdient.

Aufgrund des zu erwartenden Kombinations- und Passspiel der Aachener hatte das Trainerteam eine defensive Aufstellung gewählt. Vor einer 5er Kette mit Helena, Katy, Zoe, Anna und Julia sollten Moni und Laurie auf den Außenpositionen sowie Ramona und Lea ein massives 4er Mittelfeld bilden. Vorne galt es für Ina auf die sich bietenden Chancen zu lauern und das Aufbauspiel der Aachener zu behindern. Auf der Bank saßen zunächst Maya, Julia, Cara und Nele. Alle Mädels sollten aber im Heimspiel des Jahres ihre Einsatzzeiten bekommen.

Die erste Halbzeit begann mit einem 15-minütigen Regenschauer. Dies sollte uns letztlich in die Karten spielen, da durch die schnellen Bälle das Kombinationsspiel der Aachener deutlich schwieriger wurde. Das Spiel entwickelte sich aber zunächst wie erwartet. Die Aachener hatten viel Ballbesitz, aber sie fanden kein Mittel gegen die massive Defensivordnung.

In der 15. Minute war es dann Zeit für die erste große Überraschung. Nachdem einer Aachener Spielerin der Ball bei der Ballannahme zu weit vom Fuß sprang, eroberte Laurie den Ball und zog auf der rechten Seite einen Sprint an mehreren Aachener Spielerinnen vorbei an und kam schließlich stark bedrängt am Fünfmeterraum zum Schuss. Der nasse Ball rutschte unter dem Körper der Torhüterin hindurch zum umjubelten 1:0 ins Tor.

In den folgenden Minuten schienen die Aachener geschockt und brachten im Aufbauspiel wenig zustande, sodass wir unsererseits immer wieder mit Offensivaktionen für ein wenig Entlastung sorgen konnten. Die Aachener versuchten häufig mit langen Diagonalbällen auf ihre linke Seite oder aber durch Kombinationen über rechts zu Flanken zu kommen. Viele der Bälle erreichten die Stürmerinnen aber nicht, da die Bälle durch den nassen Rasen unkontrollierbar schnell wurden.

In der 30. Minute dann aber doch der Ausgleich. Auf der linken Seite fanden wir zweimal keinen richtigen Zugriff im Zweikampf und so flankte eine Spielerin in den Strafraum. Anna war durch diesen aus relativ kurzer Distanz geschlagenen  Ball kurzfristig so irritiert, dass sie die Hände vor das Gesicht hielt. Der guten Schiedsrichterin Lisa Reinecke blieb nichts anderes übrig als auf Strafstoß zu entscheiden. Diese Chance ließen sich die Aachener nicht entgehen. Kurz darauf war Halbzeit. Das Spiel forderte von allen große Laufbereitschaft und Einsatzwillen und dagegen fand auch der souveräne Tabellenführer kein Mittel.

Nach der Pause erhöhte Aachen den Druck deutlich und es kam Schwerstarbeit auf unsere Mädels zu. Zunehmend erspielten sie sich Aachener Schussgelegenheiten, aber unsere Mädels warfen sich immer wieder dazwischen. Egal ob Anna, Zoe, Katy und später Cara innen, Ramona und Lea im Mittelfeld oder Julia und Ina links oder Moni und Nele rechts - die Mädels brachten die Aachener schier zur Verzweiflung. Und rutschte dann doch einmal ein Ball durch, war im Tor Nike, die die entstehenden Chancen mit großem Einsatz und Mut vereitelte.

Zwischenzeitlich gelang es aber auch immer wieder offensiv über die Außen Laurie oder Moni und die Spitzen Ina oder Maya für Aktionen zu sorgen und einige Eckbälle zu erspielen. Nach einem dieser Eckbälle verfehlte ein Schuss von Moni das Tor knapp und kurz darauf rutschte eine Hereingabe von Ina gefährlich durch den Aachener Strafraum.

In den Schlussminuten wurde das Spiel dramatisch. 5 Minuten vor dem Ende verhinderte Nike zunächst mit einer überragenden Aktion im 1 gegen 1 den Rückstand. Kurz darauf in  der 69. Spielminute führte wieder einmal ein Eckball zu einem Gegentreffer. Zunächst konnte Nike den hoch herein geschlagenen Ball abwehren, aber dann kam doch noch eine Aachenerin und von deren Kopf tropfte der Ball in die rechte Torecke zum 2:1.

Was dann folgte war wirklich bemerkenswert. Anstatt die Köpfe hängen zu lassen wurde vom Anpfiff weg die Offensive gesucht. Ina setzte sich gegen mehrere Gegenspieler durch und konnte kurz vor dem Strafraum nur durch ein Foul gestoppt werden. Den nachfolgenden Freistoß schlenzte Ramona zum nicht mehr für möglich gehaltenen in den rechten Torwinkel. Dies war gleichzeitig die letzte Aktion des Spiels und die Schiedsrichterin pfiff gar nicht mehr an.

Mit diesem Punkt belohnte sich das Team für eine wirklich großartige Leistung gegen einen übermächtig scheinenden prominenten Gegner.

Mit neun Punkten aus 10 Spielen hat das Team jetzt bereits alle Erwartungen an die Saison übertroffen.

Das nächste Spiel findet statt am 08.05.2019 um 17:45 Uhr bei Bergfried Leverkusen.